Montag, 21. Dezember 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Stefan Raab!

Eigentlich wollte ich meine Wochenrubrik für ein anderes Thema aufsparen, aber irgendwie grätschte mir der Stefan ein bisschen dazwischen. Was ja angekündigt war. Konnte ja keiner ahnen, dass mich das doch so beschäftigt...

Stefan Raab verlässt also die TV-Landschaft. Zumindest bis auf weiteres (weiß ja keiner, ob das jetzt wirklich für immer ist oder ob irgendwann ein glorreiches Comeback auf dem Plan steht). Dass er jetzt geht, ist zwar schade, aber gut so, denn er geht mit einem nicht mehr ganz so glänzenden Image.
Der Grund dafür ist nahe liegend: Raab wurde übersendet. Das klassische Problem, wenn etwas gut läuft. Es wird so lange ausgeschlachtet, bis man es nicht mehr sehen kann. Bis man, obwohl die Sendung an sich spannend ist, umschaltet, weil man genug davon hat. Oder - noch schlimmer - bis man die Sendung rapide an Qualität einbüßt.

Raab ist das beste Beispiel. Begonnen hat alles mit VIVA, danach folgte TV Total, einer richtig guten Late Night Show, diesmal sogar Made in Germany. Ein frischer Stefan Raab wusste durch Improvisationskomik und ungewöhnliche Aktionen zu beeindrucken. TV Total hat Spaß gemacht.

https://www.youtube.com/watch?v=mJLctojp9lU

Auch die Wok-WM und die Stockcar-Crash-Challenge waren anfangs noch lustig und eben was Besonderes. Doch damit fing es an. Raab hatte Ideen und Pro7 hatte Geld. Beides zusammengesteckt entstand das Raab-Imperium. Zu den drei genannten Shows kamen noch Schlag den Raab, Schlag den Star, der Bundesvision Song Contest, Autoball, Poker-Nächte und vieles mehr. Überall Raab.

Wenn man mal hochrechnet (im Jahr 2015): Vier Mal die Woche TV Total, sechs Mal im Jahr Schlag den Raab, etwa sechs Mal im Jahr diverse andere Shows plus grob acht Pokerturniere. Abgezogen der Sommer-/Winterpause von TV Total kommen wir auf etwa 200 Sendungen mit Raab pro Jahr.

Das ist aber nicht das einzige Problem. Das größere Manko an Raab war inzwischen die Qualität. Man hat spätestens im letzten Jahr gemerkt, dass er keine Lust mehr hat. Die lustigen Aktionen sind selten geworden, die Impro-Komik wirkt verbraucht, die Kommentare über Fernsehsendungen sind nur noch lauwarm lustig und die ernsthafte Bemühung, sein Publikum zu unterhalten, war weg. Ich hab das selbst lange verteidigt, bis ich mir mal wieder TV Total angesehen hab. Raab hat es nicht mal geschafft, den Moderationstext gelesen, sodass einfachste Worte völlig verquer raus kamen. Der Ehrgeiz, sein Publikum zu unterhalten, war wie weggeblasen. Und das war im Prinzip nicht einmal wichtig, denn sein Geld bekam er sowieso. Da kann man auch eben in TV-Rente gehen.

Letzten Endes möchte ich gar nicht so bitter klingen, schließlich hat Stefan Raab wirklich Qualität im deutschen Fernsehen abgeliefert - zumindest die ersten zehn Jahre. Er hat die Fernsehlandschaft des Privatfernsehens verändert. Und ohne Frage: Es wird definitiv etwas fehlen.
Trotzdem ist es gut wie es jetzt ist. Alles Gute hat ein Ende. Nur hätte Raabs Karriere-Ende etwas früher eingeleitet werden müssen.

Fragt sich nur, wen Pro7 als nächstes auf die Ausschlachtbank schickt. Ich hoffe ja inständig, dass es nicht Joko und Klaas werden. Die sind nämlich noch gut.

Montag, 14. Dezember 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... das KUZ!

Jeder kennt das: Ihr wollt weggehen, tanzen und habt eine große Auswahl an Clubs. Aber trotzdem geht ihr immer in dieselben, denn die sind einfach am besten. Irgendwann sind diese wenigen Locations zu euren Locations geworden, die ihr insgeheim liebt.


Tjaja, so ging es uns mit dem Kulturzentrum in Mainz. Wenn wir tanzen wollten und die Debatte aufkam, wo es diesmal hingeht - wir kamen immer aufs KUZ zurück. Aufs KUZ mit seinen legendären 90er-/2000er-Partys. Ich weiß, ich weiß, mit meinen 21 Jahren hab ich die 90er nicht erlebt und gefühlt, da war ich schließlich noch sehr klein. Aber ich habe in den 90ern eben doch gelebt und liebe es, zu der trashigen Musik auf und ab zu hüpfen und zu rocken. Die Playlist war immer so grandios, dass wir jeden Song mitgröhlen konnten. Für wen die Musik in der großen Halle nix war, der ging eben in die kleine Halle, wo eine völlig andere Party stattfand. Das Publikum war sympathisch und wir kamen immer mit jemandem ins Gespräch. Die Preise waren super für einen Club (12€ für eine Flasche Prosecco) und wenn es einem drinnen zu viel wurde, konnte man im Innenhof runter kühlen und, wenn man wollte, rauchen. Hier hatte ich mit meinen Mädels die legendärsten Mainzer Nächte.


Diese Ära ist jetzt zu Ende. Mit dem Jahresende macht das KUZ nämlich zu. Zu viele Streitereien mit der Stadt und zu viel Baugebiet rund ums Gelände. Und deshalb blutet mir ein wenig das Herz, denn somit fällt eine riesige Kulturinstanz in Mainz weg.

birgitH  / pixelio.de


Was noch schlimmer ist: Es gibt kaum Ersatz. Die übrigen Clubs bringen alle ihr Probleme mit sich. Entweder sind sie so klein, dass um 0 Uhr die Tanzfläche schon proppevoll ist und man nicht mehr tanzen kann, sondern eher wie ein Fisch in einem viel zu kleinen Becken zappelt. Die Folge? Platzangst und akuter Spaßverlust. Oder das Publikum ist seltsam (notgeil, arg jung/arg alt, prollig). Oder - und das ist echt ein Problem - man passt einfach nicht rein. Ich hasse es beispielsweise, mit High Heels tanzen zu müssen, denn das sorgt nur für Schmerzen. Aber manch ein Club verlangt das. Nichts für mich.


Deshalb trauere ich jetzt schon ein bisschen um die Mainzer Clubszene - und werde am Freitag noch ein letztes Mal im KUZ ordentlich einen drauf machen! :-) / :'-(

Freitag, 4. Dezember 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... die Berichterstattung!

Zuallererst sei mal gesagt: Ich mag die deutsche Berichterstattung. Ich bin dankbar dafür, dass wir die Pressefreiheit haben und insgesamt ein freies Land sind (zumindest so frei, dass wir uns frei fühlen). Und bislang hab ich auch immer in die Berichterstattung in Deutschland vertraut. Warum sollte uns hier schließlich etwas vorenthalten werden? Klar, wir haben westliche Nachrichten. Das heißt, wir werden nicht beschönigend über irgendeinen Krieg informiert oder bekommen nur Berichte über sehr große Krisensituationen. Aber dass uns Dinge vorenthalten werden, hätte ich so nicht gedacht.

Grund für meine Skepsis: Ich war ja in Valencia (siehe: Städtecheck). Nach einem anstrengenden Tag in der Stadt hab ich im Hotel abends den Fernseher angeschaltet und mich von spanischen Programmen berieseln lassen. Bis ich bei den spanischen Nachrichten gelandet bin, wo es gerade um einen Anti-Terror-Einsatz in Barcelona ging. Ich war sofort stutzig und überrascht, denn dass das in Spanien auch ein so großes Thema aktuell ist und dort Terroristen gesucht werden, wusste ich nicht. Wird ja in Deutschland nicht berichtet. Aber, dachte ich, vielleicht ist das ja heute das erste Mal.

Also hab ich mein W-Lan aktiviert und sowohl bei der Tagesschau-App als auch bei Google gesucht. Und: nichts! Auf keinem Kanal wurde in Deutschland erwähnt, dass sich in Spanien vermutlich Terroristen verschanzen. Obwohl das gewissermaßen ja alle betrifft, insbesondere weil das Thema Terror seit Paris in aller Munde ist. Und wir auch über die kleinsten Terror-Einsätze in Belgien informiert sind.

Da hab ich mich gefragt: Woran liegt das? Ist Spanien zu weit weg? Haben wir eine Nachrichtenschranke, bloß weil uns keine gemeinsame Grenze mit Spanien verbindet? Oder ist das Thema in Belgien nur ernstzunehmender, weil es eben eine gemeinsame Grenze zu Deutschland gibt?

Umgekehrt fand ich auch interessant, dass eine meiner Freundinnen, die gerade in Valencia lebt, meinte, über die Paris-Anschläge sei dort erst sehr spät und auch nur auf wenigen Sendern berichtet worden. Und das, obwohl Frankreich und Spanien direkt nebeneinander liegen.

Manchmal versteh ich die Medien leider nicht. Berichterstattung sollte universaler funktionieren, besonders wenn es größere Regionen betrifft.

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Der Städtecheck: Valencia!

Hola amigos! Cómo estás? :-) 

Ich hab mir mal Spanien angeschaut - beziehungsweise das hübsche Valencia an der spanischen Ostküste.


Zauberhafte 20° sind bei unseren aktuellen Herbst-/Wintertemperaturen echt ein Traum! Aber hey, darum geht es nicht, zurück zum Thema. Hier ist mein Städtecheck: Valencia!

Hörensagen: Zumindest bei mir war da nicht viel. Wenn ich an Spanien denke, dann an Madrid oder Mallorca (jaja, ich weiß, schlechtes Klischee... :-(), aber Valencia hatte ich nie als besuchenswert auf dem Schirm - geschweige denn, dass ich wusste, wo es liegt.

1. Eindruck: Sonnig (nur sehr, sehr wenige Regentage im Jahr) und lahm (sorry, Valencia!). Aber der Flughafen ist beim Arrival so klein, dass man in fünf Minuten draußen ist. Und die Metrosgtation war dermaßen einsam, tief unten und dunkel, dass man sich nicht unbedingt wohl fühlt. Aber...

2. Eindruck: ... Valencia kann mehr. Es ist historisch total sehenswert und ganz schön groß. Eine riesige Shoppingmeile rund um den Colon erwartet euch und mit dem Viertel Russafa auch ein sehenswertes Areal zum Weggehen (und verlaufen).

Cafés und Bars: Eigentlich will ich euch da gar nichts konkretes empfehlen, denn dafür gibt es zu viele spannende Sachen. Was ich euch aber raten kann: Sucht Russafa auf oder wandert durch die Altstadt. Ihr findet jeweils so viele schöne Ecken, da macht Barhopping sicherlich mehr Spaß, als nach einer konkreten Location zu suchen ;-)



Mein Insider-Geheim-Super-Ess-Tipp (:-D): Ihr müsst unbedingt mal die Paella essen (die es überall gibt, sowohl mit Fisch als auch vegetarisch) und zwar mit mehreren Leuten aus einer Pfanne. Denn die Paella kommt ursprünglich aus Valencia und schmeckt dort super gut! Tapas (siehe rechts) gehen aber auch immer.

Frühstückstechnisch kommt ihr in Spanien nicht wie in Deutschland auf eure Kosten. Dafür aber günstig. Croissant, Kaffee und frisch gepresster (!) O-Saft kosten nur 3 Euro. Falls ihr auf der Karte Tostadas findet, bestellt die, denn die sind auch spanische Spezialität und ziemlich lecker!








Mein Insider-Geheim-Super-Trink-Tipp: Sangria ist öde. Den gibt es überall in Spanien. Haltet euch lieber an den Vino Tinto de Verano (siehe links), ein Wein-Mischgetränk, das in Valencia sehr beliebt ist. Wer mehr auf Cocktails steht, sollte mal das Aqua de Valencia probieren. Und nein, das ist kein Mineralwasser.









Schlafen: Wer sucht, der findet (ähnlich wie bei den Bars). Von günstigen Hostels bis teuren Hotels findet ihr hier natürlich echt alles. Achtet aber besser darauf, in Russafa oder Ensanche ein Hotel zu finden, denn von dort aus habt ihr die beste Anbindung in alle Richtungen und erreicht fußläufig sowohl die Altstadt als auch eben Russafa und die Metro. Die Altstadt würde ich als Schlaf-Ort außen vor lassen, dort ist es zu teuer.

Grünes: Schaut euch den Turia-Park (s. rechts) an. Der Park war mal der Turia, also der Stadtfluss, bis er nach einer Hochwasserkatastrophe trocken gelegt und nach außen verlagert wurde. Seitdem ist im alten Flußbett ein riesiger Park durch die ganze Stadt! Bildschön!





Feierei: Kann ich nicht viel zu sagen, da haben wir nicht viel ausprobiert. :-/


















Must-See: Die alte Seidenbörse in der Altstadt ist zwar unspektakulär, aber ganz nett und vor allem Weltkulturerbe. Der Strand und das Meer sind super! Die Promenade ist endlos, man läuft mehrere Kilometer ohne es zu merken - einfach, weil es da so schön ist. Generell lohnt es sich, die Altstadt mal unter die Lupe zu nehmen, denn an den Häusern alleine sieht man sich schon satt. Und das Oceanografic sowie der Bioprac (Zoo) sind echt schön. Besond
ers am Bioparc ist, dass die Tiere dort in ähnlichen Bedingungen leben wie in der Natur. Echt cool! Und das Oceanografic gilt sogar als eines der größten Aquarien Europas.

Studieren: Geht da gut (und günstig) und natürlich viel. Die Spanier haben Studiengänge, die wir hier gar nicht kennen. Parfümologie zum Beispiel. Und der Stoff ist angeblich auch nicht allzu schwer. Für Erasmus-Studenten lohnt es sich bestimmt.

Wohnen: Im Prinzip ist die Lage da super: Viele tolle Häuser stehen leer, die Mieten sind günstig (WG-Zimmer maximal 300 Euro, aber das sind schon Luxux-Teile). Das Problem ist die Arbeitssituation dort: Die ist nämlich denkbar schlecht. Deshalb ziehen auch immer mehr Leute dort weg. Lieber einen Urlaub dort machen ;-)

Öffis: Ich rate euch zur Metro, nicht zu den Bussen. Valencia ist auch so schon recht unübersichtlich, das wird mit den Bussen nicht leichter. Mit der Metro kommt man aber gut überall hin und die Zugänge sind auch regelmäßig (wenn auch versteckt) verteilt. Das Touri-Ticket kostet, wenn man es vorbestellt, 22,50€ für 72 Stunden, geht also auch vom Preis her.

Tipp: Valencia gehört zu den Städten, die zu Fuß erkundet werden müssen. Man kommt einfach nicht aus dem Staunen heraus, so schön ist es dort.
ußerdem ist es ratsam, ein bisschen Spanisch zu können, denn mit Englisch kommt ihr nicht weit. Hat mich sehr überrascht und etwas hilflos gemacht. Wer noch nie in Spanien war: Gewöhnt euch an die Siesta (14-17 Uhr), denn da sind die Geschäfte zu und die Restaurants zum Mittagessen geöffnet. Von 17-21 Uhr kann man dann wieder ganz normal shoppen, während man von 21-1 Uhr Abend isst. Also ist dort alles ziemlich anders.
Ein weiteres Problem ist die Lautstärke, denn die Fenster sind schlecht Isoliert. Und Spanier sind einfach laut. Geschlossene Fenster vermitteln trotzdem das Gefühl, dass die Menschen draußen direkt im eigenen Zimmer stehen. Das sorgt nachts für schlechten Schlaf, wenn man es nicht gewöhnt ist. Und im Winter (in Spanien ist es zwischen 5 und 15 Grad kalt/warm) wird nicht geheizt, weil es schlichtweg keine Heizungen gibt. Und 5 Grad sind dann wirklich kalt. Also reist besser von März bis November hin, dann ist es noch herrlich frühlingswarm.
Noch ein Tipp zum Abschluss: Wer sich nicht als Touri/Ausländer outen will, hält sich an den Kleidungsstil der Spanier. Das heißt: Zieht euch immer an, als wären es 10 Grad kälter als es wirklich sind. Ja, Spanier laufen bei 20 Grad in Winterjacken rum.


Fazit: Valencia lohnt sich wirklich, auch wenn man nicht direkt daran denkt.
Die Stadt ist historisch, kulturell ziemlich abwechslungsreich und hat ein tolles Nachtleben.
Für Twentysomethings also echt super!

Montag, 16. November 2015

Juhu, eine neue Kategorie! Der Städtecheck

Wohin zieh ich da eigentlich? Lohnt es sich, da Urlaub zu machen? Geht da was?
Die Fragen stellt sich vermutlich jeder vor dem Städtetrip oder sogar vor dem Umzug.
Deshalb schau ich mir in der neuen Kategorie Städtecheck verschiedene Städte in verschiedenen Kategorien an, sodass ihr - egal ob Student oder Mensch in der Arbeitswelt - einen genaueren Eindruck bekommt, wie es in den Städten so ist.


Zuerst stelle ich euch hier mal die Kategorien vor.
Hörensagen: Irgendwie hat man immer einen Eindruck von einer Stadt, auch wenn man noch nie dort war. Diese Eindrücke beschreib ich euch hier.


1. Eindruck: Was seh ich/empfinde ich, wenn ich zum ersten Mal durch die Straßen gehe? Das erzähl ich euch in dieser Kategorie.


2. Eindruck: Wenn man die Stadt ein bisschen besser kennt und sich ein Bild machen konnte, sammelt man den 2. Eindruck.


Café: Ein schönes Café, das mich beeindrucken konnte und das einen Blick lohnt.


Grünes: Parks oder schöne Orte, an denen es sich verweilen lässt.


Bars/Pubs: Eine zauberhafte, schicke Bar oder ein gemütliches Pub, das mir sehr gefallen hat.


Feierei: Ein Club, in dem es sich gut tanzen lässt.


Schlafen: Ein Hotel oder ähnliches, in dem man gut (und günstig) übernachten kann.


Must-See: Jede Stadt hat Sehenswürdigkeiten, aber manche sind einfach verstaubt. Ich zeig euch, welche sich wirklich lohnen.


Studieren? Kann man dort studieren? Inklusive Studentenleben?


Wohnen? Wie ist die Wohnsituation?


Öffis: Öffentliche Verkehrsmittel.


Arbeiten: Ist es leicht, was zu finden?


Tipp: Das i-Tüpfelchen des Städtechecks.


Auf meiner Checkliste stehen momentan:
Wiesbaden
Frankfurt
Mainz
Amsterdam
Hamburg
Darmstadt


Wenn euch noch mehr Kategorien oder auch Städte einfallen, meldet euch einfach in den Kommentaren oder per Facebook.



Donnerstag, 12. November 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Informationsmüll!

Es gibt momentan ganz schön viele Problemthemen auf der Welt. Im Kleinen angefangen mit PEGIDA über den Terrorismus hin zum Klimawandel. Ganz schön viel Krise also.

Aber wie damit umgehen? Und vor allem: Wie vermittelt man den Menschen, wie sie richtig damit umgehen sollen? Denn damit hapert es an mancher Stelle ganz schön.

Man kann das Thema zum Beispiel runterspielen, um die Leute zu beruhigen. Nur wie hilfreich ist das wirklich - siehe Klimawandel. Den nehmen etliche Bürger gar nicht ernst.
Oder man ignoriert das Thema gänzlich. Auch das können Medien ganz gut. Es wird über Akutes berichtet, aber langsame, ebenfalls furchtbare Sachen finden keinen Platz in den Nachrichten (siehe noch einmal Klimawandel).

Was ich aber ganz besonders schlimm finde, ist die Zuschüttung mit Informationen. Schlechtes Gewissen machen um jeden Preis.

So erging es mir nämlich im Meeresmuseum und Ozeaneum in Stralsund. In diesem Jahr hatten sie da die Themenausstellung "Müll in den Ozeanen". Als eine Ausstellung von vielen. Das Museum hat sage und schreibe drei Etagen, mit Aquarien und sogar Pinguine auf dem Dach. So viel zum Rahmen.

Michael Loeper  / pixelio.de

Jedenfalls ging ich durch die Ausstellung durch, informierte mich zum Thema Müll. Interessant, aber deprimierend. Mich plagte mein Gewissen und ich nahm mir fest vor, alles zu ändern. Wie ich eben so bin. Aber spätestens auf der zweiten Etage fragte ich mich, wann die Ausstellung endlich zu Ende war und eine andere anfing. Denn der Müll wollte nicht enden. Und dann fiel mir auch auf, warum: Egal, welche Themengebiete aufgebaut waren (Seefischerei, Fische in der Ostsee etc...) - überall fand sich Müll. Müll ohne Ende. Und immer mit einem sehr auffälligen Warnschild, wie gefährlich Müll im Meer doch ist. Man wurde praktisch im Müll begraben. Als ich in der dritten Etage ankam, hätte ich vor schlechtem Gewissen beinahe gekotzt - und war tierisch genervt. Das hat mir echt den Museumsbesuch verdorben.

Klar, Eindringlichkeit ist wichtig. Die Leute sollen sich mies fühlen und Plastik zu hassen anfangen. Aber was erreicht man, wenn man so lange nervt, dass es den Besuchern beim Wort Müll hochkommt? Doch nur, dass sie schlecht gelaunt die Ausstellung verlassen und das Thema komplett abhaken. Nicht sehr clever.

Informationsmüll bringt es also einfach nicht. Und das sollte mal kritisiert werden.

Die besten Songs bei... Herzschmerz!

Es gibt kein Gefühl, das so tief geht und so beschissen ist wie Liebeskummer. Jeder muss/te mal durch und irgendwie ist es jedes Mal die Hölle. Da ist es doch gut zu wissen, dass es auch andere Menschen so gut - und die musikalisch Talentierten unter ihnen haben sogar den ein oder anderen Song dazu geschrieben.

Ich hab für euch die hilfreichsten fünf zusammengestellt.

Simone Hainz  / pixelio.de 

Maps – Yeah Yeah Yeahs (Alternative)
Yeah-Yeah-Yeahs-Frontfrau Karen O kann alles. Sich die Kehle aus dem Hals schreien und die Töne so zart singen, dass man Gänsehaut bekommt. Spätestens bei Maps läuft sie dabei zu Hochtouren auf und schafft es so, den Herzschmerz ein wenig zu lindern.
Zart, melodisch, treibend

https://www.youtube.com/watch?v=oIIxlgcuQRU

Hello – Adele (Klavier-Pop)
Adele ist zurück – und schlägt ein wie eine Bombe! Innerhalb weniger Stunden auf Platz eins der Charts und so präsent wie eh und je. Und, wer hätte es anders erwartet, auch noch mit einem Lovesong, der tief unter die Haut geht. Da kann man endlich laut schluchzend den Schmerz aus der Seele singen.
Von sanft zu Stark, Mitsing-Garantie, traurig


Habits (Stay High) – Tove Lo (Pop)
Tove bringt eigentlich alles auf den Punkt, was man bei Liebeskummer so fühlt: Nicht mehr das Bett verlassen wollen, sich einsam fühlen und sich betäuben, um den Schmerz zu vergessen. Und genau deshalb ist das Lied perfekt, denn man fühlt sich verstanden. Aber bitte nicht zu sehr inspirieren lassen…
Mitfühl-Garantie, ehrlich, verzweifelt

https://www.tape.tv/tove-lo/videos/habits

Get Hurt – Gaslight Anthem (Rock)
Die Jungs von Gaslight Anthem haben schon immer ein Gespür, besondere Situationen in Songs zu verarbeiten. Mit Get Hurt gelingt ihnen das auch wieder grandios, denn wer zuhört, fühlt automatisch mit und wer betroffen ist, findet ein bisschen Trost. Danke, Jungs!
Gitarrenlastig, ruhig, rau

https://www.youtube.com/watch?v=I_TI14Z5NNQ

Use somebody – Kings of Leon (Rock)
Es gibt keinen Song, der so tief in die Magengegend schlägt wie Use Somebody. Nicht nur, dass man Sänger Caleb Followill seinen Schmerz sofort abnimmt, der Text passt auch noch unschlagbar gut auf das Gefühl des Liebeskummers. Zwar birgt der Song keine direkte Schmerztherapie, aber man kann herrlich mitleiden und alles rauslassen.
Laut, Textgold, authentisch

https://www.youtube.com/watch?v=gnhXHvRoUd0

Viel Spaß beim Reinhören!

Sonntag, 25. Oktober 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Eulen!

Und nein, ich spreche nicht von dem zauberhaften Vogel, sondern vom Schlaf-/Konzentrationstyp. Denn die Eule ist mehr als eine arme Socke.

Aber fangen wir mal von vorne an.

Es gibt zwei Schlaf-/Konzentrationstypen, die Eule und die Lerche.


TiM Caspary  / pixelio.de

Die Lerche ist ein Frühaufsteher, nutzt gerne das Tageslicht und hat die beste Konzentrationsphase am Morgen. Dafür ist sie wiederum abends früh müde und geht nicht gerne spät ins Bett.





Paulwip  / pixelio.de

Die Eule hingegen ist ein Langschläfer und arbeitet morgens äußerst ungern, denn die Konzentration ist da am unteren Minimum. Aber dafür blüht die Eule abends auf und arbeitet gerne bis tief in die Nacht hinein.





Spätestens jetzt ist klar, warum die Eulen echte Probleme haben: Jobs und Schule laufen schließlich meistens 9 to 5 ab. Studenten hingegen können ihre Seminare meistens ganz gut planen, deshalb ist das Studium für Eulen auch die beste Zeit.

Nur was danach kommt, ist meistens mehr als fies.

Und das auch ganz unabhängig vom Job, denn als Selbstständiger bzw. in bestimmten Projekten ist selbst eingeteilte Arbeit ja immer mehr am Kommen.
Aber stellen wir uns mal vor was passiert, wenn man in einer Beziehung lebt (und der Partner arbeitet oder - noch schlimmer - Lerche ist!). Morgens möchte man gerne kuscheln und weiter schlafen, aber der Partner steht auf (und man wird dadurch in seinem Schlafrhythmus gestört). Abends, wenn der Partner nach Hause kommt und man mit ihm Zeit verbringen möchte, ist bei der Eule das Arbeitshoch. Eins von beidem kommt unweigerlich zu kurz: Partner oder Job. Und das ist echt fies.

Jetzt denken wir mal noch einen Schritt weiter: Irgendwann bekommt man Kinder. Und die wollen - nachdem sie als Kleinkinder einfach immer beschäftigt werden müssen, unabhängig von Lerchen- oder Euleneltern - morgens vor Kindergarten oder Schule versorgt werden. Abends, wenn man dann Ruhe haben könnte, hätte man sein Konzentrationshoch. Auch hier kommt wieder was zu kurz.

Und von den normalen Jobs fang ich gar nicht erst an, denn die Prozentzahl der Arbeitsplätze, die flexible Arbeitszeit anbieten, ist nicht gerade groß...

Im Prinzip haben Eulen also erstmal ein Problem. Entweder leiden oder umgewöhnen.
Deshalb gehören diese 5 Minuten ganz euch!

Gila Hanssen  / pixelio.de


Ich hab aber festgestellt, dass es aber auch ein Mittelding gibt: Die Euchen. Ich bin nämlich eine davon. Ich kann mich super morgens konzentrieren, vor allem Prüfungen oder Analytisches gehen da super. Mittags habe ich ein riesen Tief, bin mega müde und abgeschlagen, aber abends wieder total fit und kann vor allem kreativ gut arbeiten (siehe die jetzige Uhrzeit ;-)). 
Bei unserer Gesellschaftssituation finde ich die Euchen echt sinnvoll - denn die sind anpassungsfähig. 
Vielleicht sattelt die ein oder andere Eule noch um ;-) 

Dienstag, 20. Oktober 2015

Die besten Songs zum... Kochen mit Freunden!

Mal ehrlich, es gibt doch nichts Entspannteres, als im Herbst - vorzugsweise im Oktober, wenn sich der Herbst so langsam anschleicht -  mit Freunden zu kochen. Man teilt die Arbeit, kann ein bisschen rumspaßen und hat am Ende noch was Leckeres im Bauch. Klingt gut, oder?

Ich hab für euch die passende Top 5 zusammen gestellt. :-)

                                                 I-vista  / pixelio.de

Selah Sue – I won’t go for more (Pop)
Kaum kommen die 70er-Jahre in der Mode wieder zurück, springt Selah Sue auch musikalisch auf den Zug. Mit ordentlich Wumms und einer zartrauchigen Stimme singt sie über die Liebe und versüßt uns dabei das Werkeln in der Küche.
Vielseitig, stark, retro

https://www.youtube.com/watch?v=c0PV-dH6Ybg

Zaz – Champs Élysées (Nouvelle-Chanson)
Mit Charme und einem Augenzwinkern ist Zaz seit ihrem selbstbenannten Debütalbum aus der französischen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Da nimmt man es ihr auch nicht übel, wenn sie ein ganzes Album über Paris macht. Im Gegenteil: Man singt sogar mit (wenn man Französisch kann), besonders gerne beim Kochen.
Charmant, energiegeladen, fröhlich

https://www.youtube.com/watch?v=idrIVtbcmk0

Mark Ronson (feat. Mystikal) – Feel right (Funk)
Funky Mark Ronson ist zurück. Und das war auch höchste Zeit, denn kein anderer schafft es, einfach mal so solche Grooves zu komponieren. Auch sein Feel right geht direkt in die Hüfte und macht tierisch gute Laune. Da kann man glatt den Kochlöffel zu schwingen.
PS: Mega Musikvideo!
Groovy, Gute-Laune-Garant, retro

https://www.youtube.com/watch?v=7oVDnDqC0Bg

Maroon 5 – Sunday Morning (Pop-Rock)
Manchmal, wenn man in Debütalben von Bands reinhört, muss man die Nase rümpfen: Zu hart, zu weich oder ganz anders. Maroon 5 zaubert einem aber ein Lächeln ins Gesicht, denn schon damals, besonders bei Sunday Morning, treffen sie den richtigen Ton und schaffen eine gemütliche Stimmung. Ideal, um mit Freunden Gemüse zu schnibbeln.
Gemütlich, Mitsing-Garantie, frisch

https://www.youtube.com/watch?v=S2Cti12XBw4

Pharrell Williams – Freedom (Gospel-Pop)
Wenn Pharrell eins kann, dann ist es Hits schreiben. Schließlich kam keiner um das legendäre Happy herum. Freedom ist ähnlich fröhlich, aber geht noch mehr in Richtung Gospel. Und wenn der beim Kochen nicht gute Laune macht, weiß ich auch nicht.
Fröhlich, antreibend, melodisch
https://www.youtube.com/watch?v=LlY90lG_Fuw

Viel Spaß beim Reinhören!

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... Ex-Freunde!

Ex-Freund/innen sind ein schwieriges Thema.
Also eigentlich ist es ein schönes Thema - bis vor den "Partner" ein "Ex-" rutscht. Und man sich fragen muss, wie es dann weiter geht.

Dabei gibt es dreieinhalb Varianten, die je nach Person funktionieren - oder eben nicht. Sie alle hab ich mindestens einmal schon erlebt.
Da ist zum Beispiel die Funkstille. Entweder ist irgendwas Gravierendes am Ende der Beziehung vorgefallen, was die Kontaktsperre rechtfertigt, oder einer der beiden kommt nicht über den anderen hinweg. Auch dann ist es sinnvoll, einfach mal nicht  miteinander zu reden/simsen/etc.
Dann gibt es die Co-Existenz. Beide leben ihr Leben weiter, sehen sich ab und zu, grüßen sich nett, aber das war's auch. Als hätte es die Beziehung nie gegeben.
Und schlussendlich kann man sich auch anfreunden. Schließlich war man sich während der Zeit zu zweit auch ziemlich nah und diese freundschaftliche Nähe zu verlieren, kann hart sein. (Wer während der Beziehung keine freundschaftliche Nähe hatte, der sollte die Beziehung mal überdenken - könnte sein, dass es nur eine Affäre war). Meistens braucht dieses "Anfreunden" auch vorher erst einmal eine Funkstille, sonst sind die verletzten Gefühle noch zu groß.

Und genau auf diesen letzten Punkt will ich in diesem Post hinaus, denn es gibt ein aktuelles Ereignis, das mich auf die Idee bringt, Ex-Freunde zum Thema zu machen. Angefangen hat das vor knapp zwei Wochen, als ich in einer Bar saß, auf Freunde wartete und mir langweilig war. Ich fing auf meinem Handy zu surfen an und stieß auf Facebook irgendwann auf meinen Ex-Freund. Warum auch immer - Langeweile? - sendete ich eine Freundschaftsanfrage hin. Nach knapp 4 Jahren Kontaktlosigkeit.
Dann wuchs zwei Wochen lang Gras drüber und ich vergaß das Ganze fast - bis ich heute Abend auf einmal eine Mail in meinem Outlook hatte. Von meinem Ex-Freund. Er sei irritiert über die Anfrage, aber wir sollen uns doch die Hände reichen. Und dann klärte er mich kurz über seine letzten vier Jahre auf. Spätestens jetzt bin ich irritiert. Nicht, weil da noch irgendwelche Gefühle im Spiel sind oder weil mich die Reaktion so überrascht.
Ich bin irritiert, weil es seltsam ist, wenn vier Jahre lang kein Kontakt bestand (die letzten Worte, die fielen, waren auch nicht gerade nett) und es dann auf einmal (aus Langeweile) so ist, als wäre das nicht so gewesen.

Jedenfalls hab ich mich entschieden, mal ganz belanglos zu antworten. Mehr Ziele hatte ich eigentlich auch nicht: Mal gucken, was aus ihm geworden ist. Das reicht ja auch.

Aber durch diese Mail wurde mir erstmal wieder bewusst, wie schwierig Ex-Freunde eigentlich sind. 
Beziehungsweise der "artgerechte" Umgang mit ihnen. ;-)

Was ich vom zuckerlos leben gelernt habe

Mein kleines Experiment ist vorbei! Yey! Oder vielmehr: Yey... Denn es ist gnadenlos gescheitert. Ich hab es zwar eine Woche geschafft, aber danach Schritt für Schritt nachgelassen, bis ich gemerkt hab: Das wird nix mehr. Es ist einfach in zu vielen Produkten Zucker enthalten, gerade wenn man nicht selbst kocht.

Aber dass es vorbei ist, heißt ja noch lange nicht, dass ich nichts gelernt habe.
Zum Beispiel verzichte ich Zuhause noch immer auf Raffinade-Zucker und benutze, wenn süß gewürzt werden muss, Agaven-Dicksaft. Der soll zwar angeblich giftiger als Zucker sein, aber irgendwie glaub ich das noch nicht ganz.
Außerdem achte ich inzwischen viel mehr auf Zuckergehalte in Produkten, die ich kaufe. Deshalb nehme ich immer die gesündere Variante, wie Naturjoghurt statt Almigurt.

Wer es selbst mal probieren will, dem kann ich es nur empfehlen. Man denkt danach um und lernt, sich ein bisschen bewusster zu ernähren. Und das ist doch schon mal was ;-)

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Sugar Sugar? - Mein Experiment

Momentan poppen Ernährungstrends aus dem Boden wie Unkraut. Jeder probiert was Neues aus, sei es Low Carb, die Dukan-Methode, der Kohlsuppen-Quatsch oder das alt bekannte FdH.  Es gibt einfach viel zu viel. Dabei geht es der Masse momentan gar nicht ums Abnehmen, sondern ums "gut fühlen", also eine gesunde Ernährung. Zumindest vordergründig. Denn würde es darum gehen, käme man gar nicht auf den Gedanken, sich Ernährungstrends auszudenken, sondern sich einfach gesund ernähren. Wenn man ein bisschen drüber nachdenkt und Disziplin hat, läuft das schon.
Nein, irgendwie geht es doch um den Trend.




Jedenfalls genau das hab ich mir vorgenommen: Gesündere Ernährung, ohne Trend-Quatsch. Mein erster Schritt in die gesunde Richtung hab ich schon vor drei Jahren gemacht, indem ich Vegetarier wurde, jetzt kommt der nächste (vorübergehende): 4 Wochen zuckerfrei. Also jede Art künstlichen Zuckers wird vermieden, Obst darf weiterhin gegessen werden.

Inspiriert hat mich eine Freundin, der Anonymität halber nenn ich sie jetzt mal Jenny. Sie darf von Klein auf nur sehr, sehr wenig Zucker essen, denn sie hat eine Zuckerunverträglichkeit. Das heißt: Kein Nutella, wenig Obst, sehr wenig Alkohol.
Aber sie ist fit, schlank und total energiegeladen.

Das wollte ich auch.

So weit zu meinen ersten Überlegungen. Nur kam damit auch die Angst: Was passiert, wenn man keinen Zucker mehr isst? Durchleidet man dann wirklich einen Entzug?

Mittlerweile ist mein fünfter zuckerfreier Tag angebrochen (mit kleinsten Ausnahmen wie Joghurt, weil der sonst im Kühlschrank einfach schlecht geworden wäre).

Und dabei stell ich drei Dinge fest:

1. Ja, man spürt einen Entzug und das schon nach dem ersetn Tag. Der Kreislauf arbeitet schlechter und man will irgendwann einfach ganz dringend einen Zuckerwürfel naschen, übertrieben gesagt. Aber langsam legt sich das und man gewöhnt sich dran.

2. Zuhause ist zuckerfrei leben gar nicht so schwer. Ich muss nur immer wieder Disziplin beweisen, vor allem wenn mein Freund mit der Kokosmakrone in der Hand durch die Wohnung läuft. Aber wenn ich mich genügend mit Obst versorge und ab und zu mal Agavendicksaft statt Zucker verwende, passt das schon.

3. Wenn ich woanders bin, wird's schon schwieriger. Ich war die Woche bei einem Brunch und gerade bei Brotbelag oder Müsli ist zuckerfrei echt hart. Keine Marmelade, kein Nutella, keine Cornflakes. Nix. Selbst beim Döner-Laden ist in der Knobi-Soße Zucker enthalten. Man muss also, wenn man essen geht, tierisch aufpassen.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie die restlichen dreieinhalb Wochen weitergehen. Ich hoffe ja, dass es mir gut tut und ich am Ende auch weiterhin auf Zucker verzichten kann. Zumindest halbwegs.

Freitag, 11. September 2015

Die besten Songs zum... Sonnenaufgang anschauen!

Womit verbindet ihr den September? Für mich ist er immer der perfekte Übergang zwischen Sommer und Herbst. Mal gibt es warme oder sogar heiße Tage, mal ist es schon kühl und die Jacke ein absoluter Muss. Was aber im September noch super geht: Die Nächste durchfeiern. Und leicht fröstelnd und müde, aber trotzdem noch voller Energie den Sonnenaufgang ansehen.

Ich hab euch meine Top 5 für solche Gelegenheiten zusammen gesucht.

Katharina Wieland Müller  / pixelio.de

Good to be loved – M-22 (Elektro)
Man hat die Party noch gar nicht richtig verlassen, aber ist trotzdem schon draußen und sieht, wie es langsam hell wird. Diesen Zwischenzustand kennt ihr? Dann solltet ihr mal in Good to be loved reinhören, denn obwohl das Lied tanzbar ist, fängt es wunderbar die Stimmung ein, die die ersten Sonnenstrahlen mit sich bringt.
Tanzbar, emotional, mitreißend

https://www.youtube.com/watch?v=XR0YYOf3xK0


Greek Tragedy – The Wombats (Pop-Rock)
Die Wombats schlagen mit ihrer neuen CD sanftere Töne an, verlieren aber dabei noch lange nicht ihren rockigen Stil. Greek Tragedy ist ein super Beispiel dafür: Der Song geht ab, aber hat auch eine zarte Seite. Wenn das mal nicht passt, um morgens die Sonne aufgehen zu sehen.
Rockig, melancholisch, groovig

https://www.youtube.com/watch?v=msm3_wouBqE


Lies (Tourist Remix) – CHVRCHES (Elektro-Pop)
Eigentlich ist Lies laut und kracht, aber der Tourist Remix schlägt ganz andere Seiten an. Man wird ganz zart an die Hand genommen und Stück für Stück ins Lied geführt, bis man sich mittendrin befindet. Und dabei versteht es der Song auch noch, unter die Haut zu gehen. Perfekt zum ausspannen – oder den Sonnenaufgang in aller Ruhe zu genießen.
Elegant, chillig, von zart zu stark

https://www.youtube.com/watch?v=fJ5LaPyzaj0


We were here – Boy (Pop)
Boy ist zurück und stärker denn je. Statt verliebt über die Telefonnummer zu singen, werden sie mit ihrem neuen Song philosophisch und verkünden stolz: Wir waren hier. Und das packt uns beim Zuhören und sorgt dafür, dass wir uns genau da, wo wir sind, richtig fühlen. Gerade nach einer durchtanzten Nacht ist das ein verdammt gutes Gefühl!
Philosophisch, melancholisch, poppig

https://www.youtube.com/watch?v=mMdNOiplpEc


Lawless – Paper Beat Scissors (Singer/Songwriter)
Morgens nach einer wilden Nacht sind meistens die Akkus leer, man fühlt sich müde und ausgebrannt, aber glücklich. Gerade da braucht man etwas Sanftes, das einen wieder zurück in die Realität führt. Das schaffen die Paper Beat Scissors mühelos, denn Lawless ist so leise und ruhig, dass es uns genau die Ruhe gibt, die wir nach einer solchen Nacht bei Sonnenaufgang brauchen!
Leise, sanft, verträumt

https://www.youtube.com/watch?v=9hKPqiZWLOs

Viel Spaß beim Reinhören!

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... den Europa-Park!

Ich war vor zwei Wochen da und so fasziniert von allem dort, dass ich mir fest vorgenommen habe, einen Post darüber zu machen - voilà, da ist er.

Der Grund ist eigentlich ganz einfach: Ich finde, der Europa-Park macht als Freizeitpark wirklich alles richtig. Und das möchte ich euch nicht vorenthalten. Damit ihr merkt, was ich meine, ziehe ich den Heide-Park in Soltau mal als Vergleich ran.

Die Feenfahrt

Der Europa-Park ist in drei Punkten besonders super:

1. Der Europa-Park ist familienfreundlich - bzw. einfach für jeden gedacht. Egal, ob man eher auf Action und Adrenalin steht, hier kriegt man genug davon (auf 12 (!) Achterbahnen). Ist man mit einem kleinen Kind da, ist die Kinderwelt total klasse. Und wer auf ruhige Attraktionen steht, hat genügend zur Auswahl, zum Beispiel die zauberhafte Feen-Fahrt oder den Rosengarten, in dem man ohne irgendein Fahrgeschäft in netter Parkatmosphäre entspannen kann.
Der Heide-Park bietet das nur teilweise. Zwar gibt es da auch ein paar ruhigere Sachen, aber die meisten Fahrgeschäfte, die mit Adrenalin wenig zu tun haben, sind vergammelt oder werden einfach nicht gepflegt. So macht das Fahren dort echt keinen Spaß.



2. Womit wir auch schon zum zweiten Punkt kommen: Der Optik. Denn im Europa-Park ist wirklich alles gepflegt. Bis auf den letzten Zentimeter. Die Bäume werden getrimmt, die Häuser werden den entsprechenden Ländern nachempfunden, sogar Kleinigkeiten sind liebevoll gestaltet, wie die Papageientaucher in "Island", die man nur per Einschienenbahn sehen kann. Hier steckt so viel Liebe drin, dass man sich gar nicht satt sehen kann. Vor allem in den Warteschlangen. Hier macht das Warten fast Spaß. Und man reist wirklich in die einzelnen europäischen Länder - in Minuten.

Der Rosengarten mit Blick auf das Restaurant Schloss Balthasar,
einer der ersten Orte des Europa-Parks
Genau das fehlt eben im Heide-Park. Hier steht zwar eine kleine Freiheitsstatue und klar gibt es ein paar Blumen, aber der Gesamteindruck ist fader. Die Themengebiete sind ziemlich willkürlich und die Liebe ins Detail ist irgendwie nicht da (siehe vergammelte ruhige Fahrgeschäfte). Natürlich könnte man sagen, es liege dort am Geld, der Eintritt wäre geringer - aber der Eintrittspreis im Heidepark ist nicht geringer. Dort zahlt man immerhin 45€, im Europapark 42,50€.

3. Die Geschichte ist faszinierend. Ursprung des Europa-Parks war das Mack-Unternehmen, das von Paul Mack gegründet wurde und mit Wagenbau anfing, später aber Achterbahnen baute. Sein Bruder Franz Mack und dessen Sohn gründeten zwanzig Jahre nach der ersten Achterbahn den Europa-Park und arbeiteten mit dem Mack-Unternehmen eng zusammen. Deshalb sind 10 der 12 Achterbahnen im Europa-Park praktisch von der Familie gebaut. Bis heute führen die Macks den Park. Von einer Familie für viele Familien. Total Klasse!
Der Heide-Park sollte ursprünglich von Otto Tiemann zusammen mit Franz Mack gegründet werden. Als Tiemann verstarb, gründete dessen Sohn Hans-Jürgen Tiemann alleine den Park und schaute das Geschäftsmodell komplett vom Europa-Park ab - teilweise mit denselben Fahrgeschäften.

Wer also einen tollen Freizeitpark entdecken will, sollte in den Europa-Park Rust fahren, sich
verzaubern lassen und Europa erkunden. Macht wirklich Spaß und ist die 42€ echt wert! ;-) 

Sonntag, 30. August 2015

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... die Flüchtlingspolitik!

Normalerweise geht mir und vielleicht auch anderen ein Thema, das ständig in den Nachrichten präsent ist, fürchterlich auf den Keks. Aber bei der deutschen beziehungsweise sogar europäischen Flüchtlingspolitik ist das anders, weil sich die Situation nicht verändert (okay, das  bei der EU-Griechenland-Krise vielleicht auch so). Noch viel wichtiger ist allerdings: Hier geht es um das Leben tausender Menschen! 

Da ist es richtig gut, dass diskutiert wird, noch besser wäre, wenn auch mehr gehandelt werden würde. Schön ist, dass sich Frau Merkel sich  in Heidenau zeigt - fraglich wird es aber, wenn sie das erst nach wochenlanger, brodelnder Stimmung macht und sich dazu noch schwammig zur Krise äußert.  Umso besser, wenn Leute wirklich klar Schiff machen, wie beispielsweise Joko und Klaas: 

Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=tBHMzCOn2Sk&feature=youtu.be

Und umgekehrt ist es katastrophal, wie viele Leute sich gegen Flüchtlingsheime und deren Einwohner äußern (vor allem anonym auf Facebook...) beziehungsweise sogar gewaltsam dagegen vorgehen. 

An dieser Stelle sollte möchte ich aber noch auf etwas aufmerksam machen: Bei einem so krassen, wichtigen Thema, das in der Öffentlichkeit dermaßen vertreten ist, ist es zwar wichtig, Rechtsradikalismus einzudämmen und Gewalt in irgendeiner Form gar nicht erst zu akzeptieren, allerdings sollte trotzdem die Meinungsfreiheit nicht verloren gehen. Denn es ist momentan verdammt leicht, jemanden, der das Thema hinterfragt, in die rechte Schublade zu stecken. Nur weil jemand, der für die Unterbringung von Flüchtlingen ist, seine Wohnung jedoch nicht teilen möchte, ist er noch lange nicht rechts. Oder jemand, der Kriegsflüchtlinge gerne willkommen heißt, aber nicht jedem das Geld des Staats zur Verfügung stellen möchte (wie beispielsweise Einwanderer, die nicht aus Not kommen, sondern um auf Kosten unseres Staats ein gemütliches Leben zu führen). Deshalb ist es total wichtig, das Thema kritisch hinterfragen und eben auch differenzieren zu dürfen, ohne direkt in die Rassismus-Ecke gestellt zu werden.

Bei diesem Thema gibt es noch einiges an Handlungspotential und genau aus diesem Grund sollte sich das Thema Flüchtlinge in den Medien so lange hinziehen, bis sich endlich etwas tut und Flüchtlings nicht mehr um ihr Leben fürchten müssen, sondern sich sicherer fühlen können!

Refugees welcome!

Donnerstag, 27. August 2015

Rezept-Alarm! Linguine mit vegetarisch und/oder veganer Avocado-Soße

Hallo, ihr Lieben!

Auch wenn das hier kein Rezept-Blog ist, möchte ich euch folgendes Rezept einfach nicht vorenthalten! Ich hab ein bisschen in der Küche rumexperimentiert - das mach ich ganz gern mal - und raus kam eine richtig tolle Avocado-Soße - die auch vegan sein kann, wenn ihr möchtet ;-)

Was ihr für eine Person braucht: 

150 Gramm Linguine
1 Prise Salz

1 Avocado
1 Becher Sojasahne (nehm gern die von Alpro)
1/2 Zwiebel (kann man auch weglassen, wenn man Zwiebeln nicht mag)
Salz
Pfeffer
Chili-Flocken
50 Gramm Parmesan (wer es vegan möchte, kann den Parmesan auch weglassen)
2 Cherrytomaten/1 Fleischtomate
2 Blätter Basilikum

So geht's:

Die Linguine ganz gewöhnlich 10-15 Minuten je nach Bedarf kochen. Denkt an die Prise Salz im kochenden Wasser, sonst schmeckt's nicht so gut.

Die Avocado von der Schale und dem Kern befreien und in ein hohes Gefäß geben. Die Sojasahne dazu geben, die Zwiebel in Scheiben schneiden und ebenfalls dazu geben. Dann mit dem Mixstab fein pürieren. Danach würzt ihr die Soße mit ein wenig Salz, Pfeffer (am besten frisch gemahlen), Chili-Flocken und gebt, wenn ihr es nicht vegan wollt, noch den Parmesan dazu. Einfach mit einem Esslöffel durchrühren und fertig ist die Soße.

Wenn die Nudeln gekocht sind, die Nudeln abgießen und die Soße einfach dazu mischen, so wärmt sie sich, wie Pesto, ganz automatisch auf.
Als Garnitur und für den Geschmack mach ich gerne ein wenig Gemüse auf den fertigen Teller. Am besten eignen sich Tomaten, wie oben im Rezept, aber Paprika oder Frühlingszwiebeln gehen auch super!

Das war's auch schon! Guten Appetit! :-)

Donnerstag, 30. Juli 2015

Hallo Blog.

Hallihallo ihr Lieben!

Jetzt ist es also soweit. Ich trau mich an einen Blog. Es ist nicht mein erster, aber ich hoffe, diesmal bleib ich ein bisschen konsequenter dabei als bisher. Ein Post und dann wieder in der Versenkung verschwinden kann ja jeder... ;-)
Ich geb mir Mühe, hier immer mal wieder Dinge zu bloggen, die Menschen in "unserem Alter" beschäftigen. Jeden Monat stell ich euch hier das Album des Monats vor, außerdem gibt's für euch "die besten Songs zum...", also 5 Lieder zu Mottos, die euch interessieren. Wöchentlich findet ihr hier "meine 5 Minuten für..." zu aktuellen Themen, in denen ich kurz meine Zeit jemandem oder etwas widme, das es verdient - sei es, weil ich es honorieren will oder anklagen. Und zu guter letzt werden natürlich immer wieder lustige spannende oder einfach andere Dinge hier zu finden sein - Rezepte, Buchtipps und vieles mehr!
Um mich einmal kurz vorzustellen: Ich bin Mia, zumindest wenn man meinen Namen in ein Teil-Anagramm zerlegt, ich bin 21 und studiere momentan im vierten Semester. Inzwischen wohn ich in einer Großstadt, mitten im Trubel, mit meinem Freund und arbeite als freiberufliche Autorin.
So, damit kann man doch ein bisschen was anfangen.
Jedenfalls wünsch ich euch viel Spaß auf der Seite, hoffe, ihr findet immer wieder ein paar interessante Häppchen zum Lesen und schaut ab und zu mal rein!

Grüßlis,
eure Mia