Donnerstag, 26. April 2018

Meine 5 Minuten gehen diese Woche an... man.

...oder warum wir es uns in der Sprache manchmal echt zu leicht machen

"Man könnte ja mal..." Na, wer fühlt sich angegriffen? Würde mich auf jeden Fall nicht wundern, denn die eigentliche Botschaft ist: Du könntest mal. Und zwar nicht erst übermorgen, sondern bitte vorgestern. Aber wer sagt das schon? Stattdessen lamentieren wir und drücken uns mit diesem kleinen Wort vor großen Worten. Man gehört deshalb zu den Worten, die mir schon ganz zu Beginn meines Volontariats abgewöhnt wurden. Denn: Es ist ein Stellvertreter-Wort. Einzig und alleine wenn die Masse angesprochen wird, ist es erlaubt. Also im Sinne von: Man möchte alle ansprechen. Trotzdem verwenden wir dieses Wort im Alltag wirklich häufig, weil es die Dinge leichter macht.

Zum Beispiel wenn wir eben jemandem gerade unsere Meinung sagen, dabei keinen Stress provozieren wollen. Also eben: "Man sollte mehr darauf achten, dass..." Nein, nicht jemand. Du. Aber weil diese Formulierung so schön schwammig ist, lässt es sich leicht herausreden, falls das Gegenüber einen genau darauf anspricht. Ganz nach dem Motto: "Nee, ich hab dich gar nicht gemeint, das war eher so allgemein gesprochen." Quark, natürlich nicht.

Genauso ist es, wenn wir Gefühle zeigen wollen, ohne dabei verletzlich zu werden. "Man fühlt sich immer so..." Nein, nicht jemand. Ich. Aber bevor die direkte Breitseite kommt, lieber mal schön allgemein sprechen. Ihr müsst echt mal darauf achten, wie häufig so etwas vorkommt.

Oleg Magni
Schön ist aber auch, wenn Menschen "man" aus Bequemlichkeit sagen. Eigentlich hat der dritte Mensch von links etwas gesagt, aber der Name ist unklar. Stattdessen: "Man hat mir gesagt..." Nein, nicht jemand, sondern Max Mustermann.

Wie gesagt, korrekt wäre, "man" tatsächlich im übergeordneten Kontext zu verwenden. Wenn man die Masse meint. Und zwar auch nur dann, wenn sich dieses Wort nicht irgendwie anders ersetzen lässt. Stattdessen liegt es den Menschen näher, es auch dann zu benutzen, wenn sie gar nichts Allgemeines meinen. Aus der Feigheit heraus, nicht direkt sein zu wollen. Aus den oben genannten Gründen.

Aber hey, wir brauchen Direktheit. Warum immer so zart herantasten? Warum verbal schwimmen statt stehen? Klar, manch ein direktes Wort braucht Mut, aber das lohnt sich. Keine Fehlkommunikation mehr. Und lieber klare Fronten als im Unklaren gelassen zu werden, oder?

Also streicht doch einfach mal das "man" aus eurem Wortschatz. Mehr Klartext. Euer Mitbewohner soll spülen? Dann sagt ihm "Spül mal" und nicht "Man könnte mal spülen hier". Ihr wollt darüber reden, dass ihr traurig seid? Dann sagt "Mir geht's nicht so gut" statt "Man neigt schnell zu Melancholie heutzutage". Sagt es, seid offen, seid frei. Am Ende macht ihr allen damit das Leben leichter. Auch euch.

Übrigens: Nichts, wirklich nichts, ist schlimmer als aus dem "man" ein "Mann" zu machen. Denn Gott sei Dank ist die Allgemeinheit nur zur Hälfte männlich ;-).

Dienstag, 24. April 2018

Meine Ode an... Berlin!

...oder wie ich unsere Hauptstadt wieder lieben gelernt habe

Aussicht vom Bundeskanzleramt auf den Potsdamer Platz
Meine erste Berlin-Fahrt habe ich mir erschlichen. Damals war ich zwölf Jahre alt und meine Eltern feierten silberne Hochzeit. Also kamen mein Bruder und ich auf die (tatsächlich) glorreiche Idee, ihnen einen Wochenendtrip in die Hauptstadt zu schenken. Sie unternahmen solche Reisen selten, deshalb sollten sie sich das einfach mal gönnen. Faktisch sah das dann so aus: Mein Bruder - zwölf Jahre älter und schon im Job - zahlte 90 Prozent und ich junger Pimpf zehn Prozent. Nun gut, logisch. Als dann aber die Fahrt vor der Tür stand, stand plötzlich die Frage im Raum, wo denn die kleine Mareike unterkommt. Hätte ich Größe gehabt, hätte ich gesagt, dass ich die vier Tage alleine klar komme. Oder bei meinen Großeltern bleiben. Aber nö, ich wollte mit. Und meine Eltern sagten guten Gewissens zu (was übrigens für eine ziemlich krasse Familienkrise sorgte, schließlich hatte ich mir damit selbst Berlin geschenkt. Fand mein Bruder nicht so cool).

Blick von der Rooftopbar auf dem Bikini Berlin
Also ab nach Berlin. Wir fuhren im Dezember, die Weihnachtsmärkte hatten schon eine Weile begonnen und es war im hohen Nordosten wirklich eiskalt. Sibirisch, könnte man sagen. Trotzdem begeisterte mich diese Stadt. Bis dahin kannte ich bloß unsere 7000-Menschen-Kleinstadt, in die ich irgendwie nie reingepasst hatte. Jetzt dann der Kulturschock. Berlin mit seinen über drei Millionen Einwohnern, mit Trubel, Menschen, Hektik, Lichtern. All die Sehenswürdigkeiten, die ich aus dem Fernsehen kannte, waren plötzlich hautnah vor mir. Meine Augen hörten nicht auf zu glänzen, dieses Gefühl dort war fantastisch. Obwohl ich noch so jung war, imponierte mir so sehr, dass ich merkte: Das will ich mal. Großstadt. Hier war ich gut aufgehoben. Das Fazit damals: Diejenige, die vom Berlintrip am meisten mitgenommen hat, war ich. Irgendwie war das anders geplant...

Natürlich das Brandenburger Tor
Sechs Jahre später. Unsere Abschlussfahrt stand an. Während der Erdkundekurs an die niederländische Nordsee gefahren ist - und die Woche einfach genießen konnte - stand für Geschichte und Sozialkunde Berlin an. Gehört ja dazu. Und das war eigentlich in der zehnten Klasse vorgesehen. Während viele murrten, freute ich mich ganz massiv auf diesen Ausflug. Endlich wieder zurück in die Stadt, in die ich mich so verliebt hatte. Aber es sollte ganz anders kommen. Wir reisten im Oktober nach Berlin. Das Wetter war entsprechend herbstlich. Im Hotel teilten wir uns das Bett mit Wanzen, hatten ein Gemeinschaftsbad und wohnten in einer enorm seltsamen Gegend. Auch das Programm gefiel mir nicht, es war komplett durcheinander gewürfelt. Und die Clique, mit der ich unterwegs war, zählte sich zu den Nerds, die waren also zu wenig zu bewegen. Gingen wir doch mal weg, landeten wir in überteuerten Bars oder schäbigen Vierteln. Nach fünf Tagen packte mich richtig die Erleichterung, dort wegzukommen. Ich konnte Peter Fox mit seinem Song "Blau zu schwarz" aus tiefstem Herzen verstehen. Berlin kann so hässlich sein. Ich nahm mir vor, nicht mehr hinzufahren, außer ich muss.

https://www.youtube.com/watch?v=yphwzD1XaBY

Ein Abend in Friedrichshain
Tja, und dann - weitere sechs Jahre später - unsere gemeinsame Volontärsfahrt: Vergangene Woche waren wir wieder fünf Tage dort. Mir graute es vorab davor. Ich wollte nicht. So spannend alles klang, schüchterte mich diese Stadt ein und ich hatte wirklich Angst davor, dass diese Fahrt der Horror wird. Aber wieder: Es kam anders. Das mag an dem Traumwetter gelegen haben (durchweg Minimum 20 Grad), an den tollen Menschen (meine Volokollegen sind allesamt der Hammer) oder an dem Programm (DDR und Politik). Aber ich glaube, es war mehr. Es waren die Möglichkeiten und derselbe Effekt wie vor zwölf Jahren. Von der Kleinstadt, diesmal Kempten, in die größte Stadt des Landes. Genau das genoss ich unglaublich. So viele verschiedene Menschen, die sein können, wie sie wollen, ohne blöd angeschaut zu werden. So viele Bars, so viel Leben, so viele Geschäfte. Die ganze Atmosphäre benebelte mich und zog mich mit jedem Tag mehr hinein. Als wir am Freitag die Heimreise antraten, blutete mir ein bisschen das Herz. Und wieder keimte dieser Gedanke: Da könnte ich leben. Das brauche ich. Das gefällt mir. Vielleicht nicht nächstes Jahr, vielleicht auch nie, aber es ist eine Option, die ich mir vorstellen kann. Die mir gut tut.

 https://www.youtube.com/watch?v=Gixv6H1kMHQ

Und am Ende bemerkte ich, dass diese drei Berlinfahrten mich unheimlich viel gelehrt hatten, jede für sich. Beim ersten Mal gab Berlin mir Möglichkeiten, beim zweiten Mal zeigte es mir meine Grenzen und beim dritten Mal schenkte es mir die Freiheit.

Montag, 12. März 2018

Meine Ode an... die Heimat!

...oder: Was passiert, wenn man mal wieder Zuhause ist

Viele leben noch in ihrer Heimat, andere nicht. Und denjenigen, die es in die Ferne gezogen hat, geht es wahrscheinlich ähnlich wie mir, wenn sie mal wieder nach Hause kommen. Alles ist genauso wie früher, gleichzeitig aber auch ganz anders. Momentan bin ich für ein paar Tage Daheim - und mir ist aufgefallen, dass mir als Weggezogene Dinge auffallen und passieren, die mir früher nie passiert wären. Was das ist, habe ich euch einmal zusammen geschrieben:

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1. Dialekt
Oft, wenn ich Menschen aus meiner Heimat begegne, fällt mir auf, dass ich ganz schnell wieder in meinen Dialekt verfalle. Das dauert nur wenige Sekunden. Noch krasser ist das natürlich, wenn ich länger Zuhause bin. Kaum rede ich mit meiner Mutter, den Großeltern oder anderen Einheimischen, schwätz isch widder wie frieher. Egal, wie sehr ich mich bemühe - unterbewusst bin ich wieder angekommen, auch sprachlich. Hochdeutsch wird erst wieder gesprochen, wenn ich mich auf dem Heimweg, also in Richtung Allgäu, befinde. Frühestens. 

2. Gegend-Check
Auch wenn ich das gar nicht bewusst tue - ich habe immer einen Blick auf Veränderungen. Denn man kennt schließlich keinen Ort so gut wie den, an dem man aufgewachsen ist. Da fällt der Nachwuchs gegenüber auf, die neuen Häuser in der Nachbarstraße, die Baustelle in der Innenstadt oder der neue Supermarkt am Stadtrand. Und genau genommen will ich das auch sehen, denn obwohl ich weggezogen bin, interessiere ich mich noch dafür, was aus meinem Heimatort wird. 

3. Wiedersehen mit Menschen von früher
Heimkommen hat zwei Gesichter: Einerseits treffe ich Menschen von früher wieder, andererseits treffe ich Menschen von früher wieder. Glaubt mir, auch wenn das identisch klingt, liegen dazwischen ganze Welten: Es gibt diejenigen, über die ich mich riesig freue, wenn ich sie zufällig im Supermarkt treffe, und diejenigen, bei denen dann der akute Fluchtreflex einsetzt. Doch beides passiert immer, ausnahmslos. 

4. Familienrunde
Heimkommen artet immer in Stress aus. Klar, ich freu mich sehr, wenn ich alle Lieben wieder sehe. Aber ich muss sie auch wiedersehen, sonst fühlt sich jemand benachteiligt oder ich bekomme ein schlechtes Gewissen. Also tingele ich in kürzester Zeit alle engeren Verwandten und Freunde ab, bekomme Kuchen in Massen serviert und freue mich, wenn ich doch mal einen Abend ganz in Ruhe habe. Es ist schön, aber entspannend ist das nicht.

5. Stress
Die fehlende Entspannung hat natürlich auch mit dem Fahren zu tun. Bis ich Zuhause ankomme, bin ich locker viereinhalb Stunden unterwegs - wenn alles gut läuft. Üblich sind fünf Stunden. Das ist irre stressig. Fahre ich nur für ein Wochenende hoch, besteht fast die Hälfte der Zeit aus der Fahrt. Aber das hab ich davon, dass ich soweit weggezogen bin. 

6. Keinen Ort kennt man so gut wie den Heimatort... 
Es passiert mir immer wieder, auch heute noch: Menschen fragen mich Zuhause nach dem Weg, einem Restaurant, einer Kneipe. Und natürlich weiß ich das noch. Denn die Orte, an denen man sich wirklich Zuhause fühlt und Jahre verbracht hat, kennt man wie die eigene Westentasche. Am Ende des Tages verpasst man doch weniger als erwartet. Daran mache ich auch den Begriff "Heimat" fest: Wer einen Ort liebt, kennt ihn und behält ihn im Herzen. Egal, wie weit oder wie lange man weg ist.

7. ...aber man lernt trotzdem noch neue Ecken kennen
Trotzdem ist es faszinierend, dass ich auch in meinem Heimatort immer wieder neue Ecken entdecke. Gestern war ich zum Beispiel mit meinem besten Freund an einem Aussichtspunkt, von dem man über die ganze Stadt schauen kann. Wenige hundert Meter weiter kenne ich mich gut aus, aber diese wunderschöne Stelle war mir völlig neu. Das heißt, in jedem Ort, auch in der vertrauten Heimat, liegt der Zauber der Entdeckung. Die Augen offen halten lohnt sich also.

Freitag, 9. März 2018

Grow up! 10 Dinge, an denen ich merke, dass ich erwachsen bin...

...und 10 Dinge, an denen ich merke, dass es definitiv nicht so ist

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Erwachsen sein ist schwammig, soweit hab ich das ja schon festgestellt. Vor allem heutzutage, wo es keine klaren Vorgaben mehr gibt und wir selbst herausfinden müssen, was für uns erwachsen bedeutet. Ich jedenfalls habe schon so manche Situation erlebt, in der ich ganz klar wusste: Jup, das ist erwachsen. Und damit meine ich Dinge jenseits von Miete zahlen, Auto fahren, arbeiten gehen. Welche Momente das sind und in welchen ich mich wieder wie ein Teenie fühle, lest ihr hier:

Ich merke, dass ich erwachsen bin, wenn...

1. ...ich nach der Arbeit noch etwas unternehmen möchte. Und dann die akute Sehnsucht nach der Couch ausbricht. Die ist ja auch ganz cool. Genauso wie Netflix. Spätestens bei diesem Gedanken diskutiere ich innerlich mit mir selbst, ob ich wirklich noch etwas unternehmen möchte. Oder doch lieber vorm Fernsehen eindösen.

2. ...ich koche. Denn ein Tag ohne Kochen ist Mist. Gesunde Ernährung ist nicht unwichtig, kochen macht Spaß und es schmeckt auch noch gut. Die Ausnahme ist natürlich Essen gehen. Aber Fast Food oder nur Rohkost? Nein, danke.

3. ...ich Sehnsucht nach Sport habe. Ja, echt. Mir ist Sport wichtiger geworden. Früher habe ich in den Tag gelebt, so etwas gar nicht eingeplant und mich dadurch oft zerknautscht gefühlt. Heute achte ich darauf, mindestens zwei Mal die Woche irgendwas sportmäßiges zu machen. Bekomme ich es nicht hin, habe ich ein schlechtes Gewissen. So weit wäre es früher nie gekommen.

4. ...ich mich mit Freunden verabrede. Wilde Feierei am Wochenende? Ja, ganz nett. Aber ich genieße es genauso, mit ihnen essen zu gehen oder ein Glas Wein zu trinken, um einfach zu reden. Denn auf Partys ist das nun mal nahezu unmöglich.

5. ...ich ans Studium denke. Das mag zwar komisch klingen, schließlich bin ich erst 24, aber ich fühle mich inzwischen zu alt dafür. Geld verdienen spielt eben doch eine Rolle irgendwann, auch wenn studieren unheimlich viel Spaß macht.

6. ...ich es spannender finde, über aktuelle Politik zu diskutieren als über Promiklatsch.

7. ...ich Geld spare. Für Urlaub oder die nächste Autoreparatur. Man weiß ja nie. Das Leben ist teuer.

8. ...ich meinen Schlaf verteidigen muss. Sieben Stunden ist mein Minimum. Alles, was darunter liegt, klingt zwar harmlos, versaut mir aber den Tag.

9. ...ich mal wieder einfach allein sein will. Action und Freunde und Spaß ist cool, aber einfach für mich sein ist es mindestens genauso.

10. ...ich mir mein komplettes Leben organisieren muss, weil es ohne nicht funktioniert. Schließlich will man nichts und niemanden vergessen. Spontan sein? Funktioniert nur selten.



Ich merke, dass ich noch nicht erwachsen bin, wenn...

1. ...ich die Steuererklärung machen soll. Denn ich habe keine, so überhaupt keine, nicht mal ein bisschen eine Ahnung, was ich tun muss.

2.... ich gesiezt werde. Vor allem von Jüngeren. Das fühlt sich komisch an, auch wenn es normal ist. Aus Schulzeiten bin ich einfach noch gewohnt, dass die Lehrer einen Duzen, auch wenn man umgekehrt "Sie" sagen muss.

3. ... etwas kaputt ist. Früher habe ich sofort meine Eltern angerufen und um hilfreiche Ratschläge gebeten. Inzwischen kümmert sich mein Freund darum, weil mir Vieles bis heute unergründet ist.

4. ...es um den Haushalt geht. Zugegeben, ich bin ein verwöhnter Mensch. Meine Mutter hat früher viel übernommen. Aber auch inzwischen, wo ich vieles beherrsche, ist mir der Haushalt einfach nicht so wichtig. Ordnung ist eben nur das halbe Leben.

5. ... es um meine Eltern geht. Ehrlich, egal, was gerade in meinem Leben passiert: Meine Mutter ist der beste Ratgeber. Also greife ich bei Krisen zum Telefon und rufe nicht nur meine Freunde an, sondern eben auch Mama. Schließlich bin ich immer noch ihr Kind.

6. ... am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist.

7.  ... ehemalige Mitschüler Häuser kaufen, heiraten, Kinder kriegen und ich das als Außenstehende zwar unheimlich schön finde, aber es bei mir einfach noch ziemlich weit weg ist.

8. ...ich mir zum zigsten Mal billigen Modeschmuck oder H&M-Kleider kaufe, statt endlich mal in etwas Ordentliches zu investieren.

9. ...ich die Musik im Auto bis zum Anschlag aufdrehe, wild mitgröhle und sich der ein oder andere wohl fragt, warum ich gerade so schimpfe...

10. ...ich mal wieder die Macht der Worte und ihre Wirkung unterschätze und etwas total Blödes sage, überhaupt nicht so meine und wieder alles gerade biegen muss.

Mittwoch, 7. Februar 2018

Meine 5 Minuten gehen diese Woche ans... Pendeln!

...oder: Der alltägliche Wahnsinn auf der Straße

Seit 14 Monaten pendle ich. Was erst einmal eine ganz normale Feststellung ist, klingt wie ein Klagelied. Ganz nach dem Motto: "Hey, hab ich schon erzählt, dass ich letztens eine Prüfung versaut habe?" "Nein, aber ich pendle." Und sofort wird derjenige, der das mit dem Pendeln erzählt, mitleidige Blicke bekommen. Denn das Hin- und Herfahren zur Arbeit ist irgendwie ein Fluch, den jeder verstehen kann. Jeder könnte schließlich einmal in diese Situation kommen oder war es sogar schon einmal. Falls ihr nicht wisst, wie sich Pendeln anfühlt: Hier ist mein Bericht.

So in etwa sieht mein täglicher Weg zur Arbeit im Winter aus.
photos.oliur.com
Montagmorgen, um 8.10 Uhr. Ich verlasse das Haus, meistens zusammen mit meinem Freund - der mir täglich klar macht, was die Ironie des Schicksals ist: Wir gehen 300 Meter zusammen, dann trennen sich unsere Wege. Ich stiefle über eine große Kreuzung zu unserem Parkhaus, er biegt ab. Während ich noch 50 Minuten Fahrt vor mir habe, geht er noch 5 Minuten und sitzt vor seinem Schreibtisch. Nun gut, es sei ihm gegönnt. Ich laufe also rüber zum Auto im Parkhaus, steige ein, lege zuerst die Jacke und die Handtasche ab, fummel mir Kaugummi und Lippenpflege raus (Fahren mit trockenen Lippen nervt mich) und fahre los. Wenn ich aus der Stadt will, kreuzen vier Ampeln meinen Weg. Egal, wie schnell, langsam oder taktisch ich fahre: Zwei sind immer rot, wenn ich dort ankomme. Mindestens. Inzwischen spare ich mir das Lippenritual oft, bis ich an der Ampel bin, da hab ich schließlich Zeit für so etwas. Bis ich also aus der Stadt raus bin, dauert es minimal zehn Minuten. Zehn Minuten, in denen ich jedes Mal pokere und experimentiere, wie ich am besten um die roten Ampeln herum komme. Dazu gehören unorthodoxe Sprints, Spurwechsel, Timing. Ihr glaubt ja gar nicht, wie exzessiv ich feiere, wenn ich es mal schaffe - nur um festzustellen, dass ich keine Ahnung hab und somit keine Regel, wie ich das eigentlich gemacht habe.

Danach fahre ich über eine Bundesstraße, fast zu meiner Arbeit. Den Weg könnt ihr euch so vorstellen: Wald, Wald, Wiese, Hang, Hang, Hang, Dorf, Wiese, Wiese, Wiese, Wald, Wiese, Wald, Wald, Wald, Wald, Wald, Stadt mit gefühlten tausend Ausfahrten, Wald, Feld, weite Blicke ins nichts, Wald, Feld, Wiese, Wald, Abfahrt. Klingt eintönig, ist es auch. Gelegentlich sehe ich eine Kuh (juhu!), aber das kommt dann doch eher selten vor. Obwohl diese Bundesstraße so eintönig ist, hat sie aber auch Vorteile. Sie ist ausgebaut und man darf pi Mal Daumen 100 km/h fahren. Nun habe ich eine Weile abgewogen, ob es nicht besser oder zumindest angenehmer wäre, über Land zu fahren. Bis die B12 einmal gesperrt war und ich über Land fahren musste. Holla, die Waldfee, nie wieder! Ich wurde selten so krass auf den Boden der Tatsachen geholt. Aus ästhetischen Aspekten ist die Landfahrt sicherlich wunderbar, denn man sieht kleine, süße bayerische Dörfer (und ja, hier meint Dorf so richtig klein mit Bauernhöfen und Kühen und Ziegen und so) und viel Natur. ABER: Alle drei Kilometer kommt so ein Dorf. Im besten Fall darf man mit 50 Sachen durchrauschen, im schlechteren mit 30. Also: Von 100 auf 30 auf 100 auf 50. Das geht nicht nur in den Sprit, sondern auch ins Auto und meine Nerven. Mal ganz davon abgesehen ist auch das mit den Tempo 100 unrealistisch, schließlich gibt es im Allgäu Kurven, geschweige denn Hügel - oder Berge? Jedenfalls wäre man lebensmüde, mit 100 eine solche Kurve zu nehmen. Und mit meinem kleinen Knutschkugelauto komme ich Steigungen nicht mal ansatzweise schnell hoch. Da bin ich schon froh, wenn Fußgänger mich nicht überholen. Darüber hinaus gibt es Straßen, die sich gar nicht als solche schimpfen dürften. Sie sind nämlich voller Schlaglöcher oder sogar wie alte Feldwege: Steinig und verdammt schmal (kommt dir da ein Auto entgegen, und sei es ein Smart - bekommst du panische Schweißausbrüche). Und das gilt dort tatsächlich als Straße. Irre. Heißt: Über Land brauchst du unweigerlich deutlich länger, verbrauchst mehr Benzin/Diesel und bist am Ende ein zitterndes Wrack. Ja, Allgäuer kennen diese Straße und fahren ganz normal, also tatsächlich 100 Sachen, während ich mich wieder an Schrittgeschwindigkeit gewöhne.

Ist jedenfalls die Bundesstraße mal gesperrt und man muss über Land tuckern, ist das Pendeln noch anstrengender. Jedes Mal, wenn ich höre, dass sie wieder irgendwas bauen und deshalb irgendwo die Strecke dicht machen müssen, steigen mir die Tränen in die Augen. Scheiß auf die Kühe - egal, wie sehr ich sie mag, dann doch lieber monotone B12.

Doch auch dort erlebst du so manches Abenteuer. Zum Beispiel wettertechnisch. Im Allgäu gibt es nämlich den Winter. Kein Winterchen, in dem mal einzweidrei Zentimeter Schnee liegen, sondern Winterwinter. Und obwohl hier alle daran gewöhnt sind und mit Schnee können, bekommen sie es nie hin, die Bundesstraße zum Berufsverkehr (in meinem Fall zwischen acht und neun Uhr) frei zu räumen. Auch wenn es seit Stunden nicht mehr schneit. Du kriechst also mit 50 Stundenkilometern, die sich verdammt schnell und riskant anfühlen, auf die Arbeitest und betest, irgendwann anzukommen und nicht im Graben zu landen. Genauso gut kann es aber passieren, dass ihr alle Klimazonen während der Fahrt erlebt. Als ich das erste Mal auf der B12 unterwegs war, kam es genauso: Zu Beginn schien die Sonne, dann regnete es in Strömen mit Hagelkörnern, dann wieder Sonne, ein Regenbogen (wie schön!), dann fünf Kilometer lang Schnee auf den Feldern, bevor es wieder regnete, aber nur leicht. Ehrlich, es könnte ein Slogan des Allgäus sein: Alles ist möglich.

Und das meint nicht nur das Wetter. Auch die Autofahrer. Egal, wie die Fahrbahn aussieht, sie kann auch völlig verschneit oder spiegelglatt sein: Allgäuer fahren nicht langsamer. Im Gegenteil: Sie lachen mich noch aus, weil ich mich nicht traue, mehr als 60 Stundenkilometer zu fahren. Bei Sonnenschein oder trockener Straße ist das noch schlimmer. Da werde ich überholt, obwohl ich 110 Sachen fahre. Am angsteinflößendsten ist das, wenn die Strecke mal nicht dreispurig ist, sondern nur zwei Spuren hat und womöglich Gegenverkehr kommt. Oft genug habe ich es schon erlebt, dass es knapp war. Zweimal kam mir sogar einer frontal entgegen und konnte im letzten Moment einscheren. Hallo, wach. No coffee needed. Im Worse Case kommt es sogar zu einem Unfall und im Worst Case ist die B12 mal wieder gesperrt. Umleitung? Über Land...

Aber hey, es gibt auch Tage, da passiert nichts davon. Da ist die Straße trocken, die Sonne scheint und die Menschen fahren auch irgendwie normal. An diesen Tagen bringt das Pendeln einen Vorteil: Ich kann die Musik aufdrehen und laut mitsingen. Im Sommer sogar bei offenem Fenster und mit Sonnenbrille. Und genau an diesen Tagen merke ich, dass die weite Strecke eigentlich halb so wild ist.

Montag, 5. Februar 2018

Mein Plädoyer gegen... das Tourist-Sein!

...oder warum es sich manchmal komisch anfühlt, als einer erkannt zu werden. 

Jeder von uns war schon mal Tourist. Klar, wer in Urlaub fährt, hat diese Rolle automatisch inne. Während das früher normal war und sich auch so angefühlt hat, ist es heutzutage unangenehm geworden. Nicht der Urlaub, sondern als Urlauber erkannt zu werden. So richtig aufgefallen ist mir das vor zwei Jahren in Spanien. Ich war mit meinem Freund in einem Freizeitpark und wir saßen in einer kleinen Parkbahn, als drei Reihen vor uns drei Menschen einstiegen. Die Frau hatte Trekkingsandalen und eine Bauchtasche an, der Mann ein weißes T-Shirt, eine Tankstellensonnenbrille, einen Anglerhut und Socken in seinen Sandalen. Ich dachte, ich bin im falschen Film. Gibt es so viel Klischee noch? Und dann mein Gänsehautmoment: Sie redeten deutsch. Verzweifelt schaute ich meinen Freund an. Was ist, wenn sie uns ansprechen? Oh jemine. "Lass uns bitte auf Englisch miteinander reden", flüsterte ich meinem Freund zu. Er lachte kurz, aber wir zogen es durch. Immer, wenn wir sie in der Nähe erkannten, wechselten wir ins tiefste britische Englisch, wie wir es aus der Schule kannten.

Im Nachhinein frage ich mich: Warum? Nett ist anders. Was ist daran so peinlich, von anderen Deutschen im Urlaub erkannt zu werden?

Foto: SplitShire
Letztlich ging es mir darum, dass es diese Klischeetouristen waren - oder zumindest so aussahen. Denn Klischeetouristen sind wenigstens teilweise Schuld am schlechten Touri-Image. Zum einen denkt inzwischen nahezu jeder beim Wort Tourist an die diese Klischees. Zum Beispiel an Partyurlauber, die auf eine Insel reisen, am liebsten alles niederreißen würden, überall hinkotzen und dann sang- und klanglos wieder verschwinden. Oder an Sightseeing-Inhalierer, die jeden Ort in kürzester Zeit gesehen und fotografiert haben müssen. Deren Ruf ist weit verbreitet und mein Eindruck in den vergangenen Jahren war, dass da gerne Menschen über einen Kamm geschert werden. Touristen werden deshalb gerade im Ausland in zwei Kategorien aufgeteilt: Entweder gern gesehen, weil Geld, oder nicht erwünscht.

Das versteh ich sogar. Ich hab ein halbes Jahr in Trier gewohnt, inmitten der Fußgängerzone, nahe des Doms. Und sowohl am Wochenende als auch bei Events war in der Innenstadt die Hölle los. Zugegeben, dort gab es vor allem die Sightseeing-Fans, aber auch die waren so anstrengend, dass wir heilfroh um unsere geheimen Bars und Kneipen waren, in denen wir unsere Ruhe hatten. Aber neben den Überallfotografierern gibt es ja auch Menschen, die ganz unauffällig einfach die Gegend kennenlernen wollen. So geht es mir zum Beispiel. Wenn ich im Urlaub bin, möchte ich keine verzauberte, arrangierte Stadt oder Region vorfinden, dir mir Menschen so präsentieren. Ich möchte sehen, wie es dort wirklich ist. Wie die Leute dort leben, was sie dort machen. Das passt natürlich denjenigen nicht, die mit Touristen Geld verdienen wollen. Und dass die Einheimischen skeptisch sind, verstehe ich auch. Aber ich möchte ja gar keinen nerven, sondern einfach nur dort sein. Ohne Stress, ohne Kamera, ohne harte Partymucke und massig Alkohol. Und ist das der Grund, dass ich nicht als Tourist erkannt werden möchte. Weil ich nur so die Chance hab, den wahren Zauber eines Ortes zu erleben. Zumindest ein bisschen.

Montag, 1. Januar 2018

Mein Plädoyer für... eine entspannte Silvesterfeier!

...oder warum das Fest immer für eine Enttäuschung gut ist

Jedes Jahr gibt es diesen einen Moment: Ich sitze mit Freunden zusammen, im Hochsommer, wir unterhalten uns und aus dem Nichts kommt diese Frage, bei der sich mir der Hals zuschnürt. "Was machst du eigentlich an Silvester?" Und damit beginnt dieser elendige Prozess der Planung. Für ein Fest, das jedes Jahr stattfindet. Jedes. Jahr.

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Für Kinder ist Silvester cool. Die Spannung vor dem Countdown, lange wach bleiben dürfen, das Feuerwerk. Definitiv aufregend. Dummerweise bleibt dieses Gefühl erhalten, sodass wir den Jahreswechsel auch noch als Erwachsene spannend finden, obwohl es eigentlich nichts weiter ist als der Wechsel von einem Tag auf den anderen. Damit steigen auch die Erwartungen: Silvester muss spannend sein.
Hinzu kommt, dass wir Menschen irgendwann einmal Zeiteinheiten gebildet haben. Und mit Silvester endet eine solche Einheit - nicht irgendeine, sondern die Größte. Das muss natürlich gefeiert werden. Ordentlich.
Weil sich mit diesem Tag bei Vielen aber auch der Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate einstellt, kommt Nostalgie mit auf.
Insgesamt eine explosive Mischung: Hohe Erwartungen, Feierlaune und Nostalgie. Kein Wunder, dass dieses Fest jedes Jahr irgendwie grauselig endet. Übersetzt heißt das nämlich: Die Erwartungen werden enttäuscht, es fließt Alkohol en masse (was nie gut endet) und die Stimmung kippt sehr wahrscheinlich. Eine Freundin hat das ganze Silvesterdilemma letztens erst auf den Punkt gebracht: "Ich weiß gar nicht, wo ich dieses Jahr feiern soll. Bisher ist es jedes Mal ausgeartet."

Kommen wir mal zu den praktischen Hürden. Davon gibt es nämlich einige. Zuerst einmal sind da die Freunde. Im besten Fall hat man eine Silvesterclique, mit der man jedes Jahr feiert. Das erspart viel Stress. Die meisten von uns haben so etwas aber nicht. Und weil man ja mit möglichst all seinen Lieben feiern möchte, muss man früh anfragen, schließlich haben die Freunde ja auch Freunde. Ein Faktor, der das ganze ziemlich komplex macht und dieses halbe Jahr Vorbereitung benötigt (was aber natürlich auch den Stresslevel früh hoch treibt). Am Ende dieses Prozess habt ihr von euren zehn Lieblingsmenschen acht dabei. Schritt Nummer 2: Die Frage klären, wie gefeiert wird. Da gibt es nämlich auch verschiedene Vorstellungen. Die einen wollen ruhig Zuhause Raclette und einen Spieleabend machen, die anderen in den Club und die dritten irgendwas sau teures, abgefahrenes. Bring sie alle mal unter einen Hut. Im besten Fall sind die Menschen kompromissbereit, sodass das Fazit am Ende lautet: "Okay, dieses Jahr feiern wir bei euch Zuhause, aber nächstes Jahr mieten wir eine Berghütte!" Realistisch ist aber, dass von den acht angekündigten Freunden nur noch fünf bleiben. Und damit habt ihr nach vielen Diskussionen zumindest einen Teil eurer Lieblingsmenschen versammelt. Aber ich betone noch einmal: Nach vielen Diskussionen, ergo viel Stress und umsonst gestorbenen Nerven.

Monate später ist also Silvester und ihr habt alles akribisch vorbereitet. Schon kommt das zweite Desaster auf euch zu gerannt: Die Stimmung. Denn Silvester lädt gnadenlos zu Eskapaden ein. Da wäre nämlich einmal die Nostalgie und das Gefühl, in dieser einen Nacht einen Neustart wagen zu können (Klassiker: "Wenn nicht jetzt, wann dann?"). Und dann ist da noch der Alkohol, der an Silvester in rauen Mengen fließt. Ganz böse Kombi. Ich habe selten den Jahreswechsel ohne Tränen oder Streit erlebt. Denn egal ob unter Freunden oder Pärchen: Je nach Person werden da die ärgsten Vorwürfe des ganzen Jahres noch einmal ausgepackt und dem anderen um die Ohren geworfen. Männer wie Frauen schmachten dem/der Ex hinterher und verfallen neuerlich in Liebeskummer. Schicksalsschläge kommen wieder auf den Tisch und nicht zu vergessen führt sich der ein oder andere vor Augen, was nicht alles schief gelaufen ist. Wie meine Freundin so schön sagte: Es artet gerne mal aus.

Oder - und das ist ebenfalls ziemlich blöd - Silvester ist extrem langweilig. Statt wild durch die Bude zu tanzen, hocken alle auf der Couch und starren die Wand an. Oder die Musik im Club ist grausam, es kommt einfach keine gute Laune auf. Das fiese an Silvester ist nämlich, dass jeder den Druck hat, die Party genial zu gestalten. Weil sich die Menschen, die mit euch feiern, gegen andere Partys entschieden haben. Und das steigert wieder den Stress und die Erwartungen, die dann enttäuscht werden.

Zu guter letzt ist da aber auch das Böllern, das eine Hürde darstellt. Nicht jeder mag es, Feuerwerk in den Himmel zu schießen. Und bei jeder Party gibt es einen, der unvernünftige Dinge mit den Raketen anstellt. Seit ich einmal in Hamburg an der Alster gefeiert habe, überkommt mich jedes Mal bei dem Knallen die Panik, denn dort wurde kreuz und quer geschossen. Melancholie und Freude um Mitternacht? Nein. Nacktes Überleben.

Weil mir diese ganzen Probleme zuwider sind - und ich genügend schlechte Erfahrung mit dem Fest gesammelt habe - verbringe ich Silvester mittlerweile immer anders. Ich hab schon Zuhause bei mir gefeiert, bei Freunden, mit Raclette und ohne, in Hamburg, Mainz und meiner Heimat. Und jetzt, dieses Jahr, war ich auf einer Silvestergala. Schick im Cocktailkleid ins neue Jahr tanzen. Letztlich sind wir im November einfach rein gestolpert in diese Art Fest und haben einfach mal zugesagt. Wie es war? Sicherlich nicht hürdenfrei. Aber es war entspannt.